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Die Kaffeerösterei Schwalmtal liegt ja – wie der Name vermuten lässt – in Schwalmtal. Genau gesagt in Waldniel, und Waldniel ist ein altehrwürdiges kleines Dorf am linken Niederrhein. Was hier früher jedes Kind kannte, kennen heute oft nur noch die Großeltern. Lediglich in Bauerncafés oder regionalen Gasthöfen und Restaurants wird sie noch angeboten: die niederrheinische Kaffeetafel.

Hübsch gedeckter KaffeetischHeute nennt man so was vielleicht neudeutsch Brunch. Glauben einige. Aber ich kann dir versichern, das ist noch lange nicht dasselbe. Allein schon die Zeit. Ein Brunch verbindet Frühstück und Mittagessen (Breakfast + Lunch = Brunch), die niederrheinische Kaffeetafel ist aber eher ein Kompromiss zwischen Kaffee und Kuchen am Nachmittag und Abendbrot.

Entstanden ist sie wohl aus ganz pragmatischen Überlegungen heraus. Man hatte was zu feiern, lud Gäste ein, und um sich nicht um Kaffee und Kuchen am Nachmittag und dann zwei Stunden später schon wieder um das Abendessen kümmern zu müssen, hat die pragmatische Niederrheinerin ganz einfach die niederrheinische Kaffeetafel erfunden. Hier findet jede*r was nach seinem oder ihrem Geschmack und man muss keine Extrawürste braten. Heutezutage ist eine niederrheinische Kaffeetafel auch eine nette Möglichkeit, die vielen verschiedenen Ernährungsgewohnheiten: vegan, vegetarisch, „Fleisch ist mein Gemüse“, glutenfrei, laktosefrei, usw. usf. unauffällig zu vereinen. Denn genau dafür wurde – so glaube ich – die niederrheinische Kaffeetafel erfunden: damit wirklich jede*r etwas Leckeres auf dem Tisch findet.

Basics – diese Zutaten dürfen auf einer Niederrheinischen Kaffeetafel nicht fehlen:

  • Collage mit allen Zutaten Schwarzbrot und Rosinenbrot
  • Butter und Quark
  • Leberwurstund Blutwurst
  • Rübenkrautund Pflaumenmus
  • Gouda-Scheiben
  • Marmelade
  • Prummetaat (=Pflaumenkuchen)
  • Zimt, Zucker und Schlagsahne

Und nun kann man nach eigenen Vorlieben oder denen der Gäste noch um viele weitere Köstlichkeiten ergänzen. Da können dann natürlich heutzutage auch Dinge auf der Tafel stehen, die die niederrheinische Landbevölkerung von anno dazumals noch gar nicht gekannt hat. Umgekehrt kann man aber auch den Menschen von heute mal demonstrieren, was waschechte Niederrheiner gerne essen oder aßen – aber Achtung, das ist nix für gerade erst Zugezogene, sondern eher was für Hartgesottene mit niederrheinischem Blut in den Adern.

Niederrheinische Geschmacksexplosion

Du bestreichst Rosinenbrot mit Butter, belegst die Stulle mit Blutwurst, bestreichst die Blutwurst mit Quark und als Topping kommt dann Rübenkraut auf den Quark. Und zum Nachtisch dann ein schönes Stück Pflaumenkuchen mit Zucker, Zimt und Sahne. Lecker! 😉

Pflaumenkuchen

Ja und dann gehört natürlich zur niederrheinischen Kaffeetafel – wie der Name schon sagt – etwas ganz Wesentliches: Kaffee. Manche trinken auch Tee, andere schwören auf Altbier, am Schluss gibt’s manchmal einen Schnaps, aber ohne Kaffee geht es grundsätzlich gar nicht. Es spricht heutzutage nichts dagegen, diesen Kaffee von ganz modernen Kaffeeautomaten zubereiten zu lassen und tassenweise zu servieren. Natürlich kannst du auch einen wunderbaren Filterkaffee frisch aufbrühen.

Filterkaffee wird aufgegossen

Die niederrheinische Kaffeetafel – das ist mehr als altes Brauchtum. Das ist auch Ausdruck einer Lebensart. Einer Lebensart, zu der das Gemütliche, das Urtümliche, das Natürliche gehört. Eine Tradition, die ich mit dem Kaffee aus der Schwalmtaler Kaffeerösterei sehr gerne zu einem Fest für jeden Genussmenschen und Kaffeefreund mache. Welche Sorten möchtest du servieren? Sprich mich an – ich berate dich gern.